Archiv für November 2010
Ist Euch eigentlich schon einmal aufgefallen, in was für einer spannenden Zeit wir leben? Beinahe alles befindet sich im Umbruch, und täglich eröffnen sich neue Chancen und Möglichkeiten.
In einer Zeit, in der längst Überholtes zu Staub zerfällt, eine Krise die nächste jagt, und in der Angst an der Tagesordnung zu sein scheint, gibt es immer noch Leute, die unerschrocken einen Traum verfolgen, eine Vision jeden Tag ein kleines bisschen weiter zum Leben erwecken, und die sich dabei pudelwohl fühlen.
Für mich ist das spannendste jedoch im Augenblick, wie die Gesellschaft und unsere Regierung eine Art zu leben und zu arbeiten zu retten versuchen, die sich schon lange überholt hat. Daher hier laut und deutlich für alle zum Mitschreiben:
Die Industriegesellschaft ist tot!
Und damit auch die Zeit, in der Menschen wie hirnlose Roboter ihre Arbeit verrichtet haben, geistig abgestumpft, bis ihr ganzes Leben mechanisch abzulaufen scheint: Jede Kreativität, jede Lebensfreude ist abgetötet.
Uns weil wir gerade dabei sind:
Sorry, aber auch die Dienstleistungsgesellschaft hat ihren Höhepunkt bereits überschriten.
Also die Gesellschaft, in der Menschen mit ihrer Zeit und Arbeitskraft anderen Leuten Dienstleistungen erbracht haben. Genau wie bereis in der Industriegesellschaft werden auch hier immer mehr Dinge standardisiert und dann automatisiert.
Und auch, wenn ich mich damit sicher nicht unbedingt beliebt machen werde: Das ist auch gut so. Denn in dem Moment, in dem ein Mensch eine Arbeit erledigen muss, die eine Maschine zumindest ebenso gut machen könnte, wird der Mensch, der sie trotzdem macht, ein Stück weit selber zu einer Maschine, führt selber ein Leben, das eigentlich menschenunwürdig ist.
Und in all diesen Wirrwarr gibt es zwei Sorten von Menschen: Solche, die verzweifelt versuchen, eine Zeit festzuhalten, die sich längst überholt hat. Und solche, die die Chancen in allen Veränderungen sehen können, und die ihre ganze Kraft und Energie darin investieren, diese neue Zukunft positiv zu gestalten und anderen den Weg in diese neue Welt zu erleichtern.
Ich sehe mich der zweiten Gruppe zugehörig – mit einer großen Vision der Zukunft und einer Menge guter Ideen, was jeder von uns dafür tun kann.
Ich möchte Dich – ja Dich ganz persönlich – dazu auffordern, es mir gleich zu tun. Hör auf, ein totes Pferd reiten zu wollen, steig ab und mach Dich auf die Socken, um das Abenteuer Leben zu genießen!
Nachdem alle Welt mit Begeisterung über die Success Principles von Jack Canfield spricht, musste ich mich natürlich auch mal mit diesem Buch beschäftigen.
Das war Anfang des Jahres. Und wie es der Zufall wollte, hatte mein Bruder mir das Buch bereits unter den Weihnachtsbaum gelegt, so dass ich nur noch ins Regal greifen musste
Das habe ich dann auch gleich getan, das Inhaltsverzeichnis studiert und etwas im Buch geblättert. Ergebnis: Da steht wirklich (so ziemlich) alles drin, was ich wissen muss, um erfolgreich zu werden. Und: Das muss ich *unbedingt* von vorne bis hinten durcharbeiten!
Motiviert, wie ich war, habe ich mich also sofort hingesetzt und …überhaupt nichts getan. Für ganze 10 Monate!
Hm…
OK, so funktioniert es also nicht. Schade eigentlich
Aber : Wie funktioniert es denn nun? Ich weiß es ehrlich gesagt immer noch nicht.
Tatsache ist jedenfalls, dass alles Wissen der Welt nur dann etwas nützt, wenn man es anwendet. Und zu diesem Anwenden bin ich ganz offensichtlich bisher nicht bereit gewesen – und ich glaube, dass ich es auch jetzt noch nicht bin. Denn egal, wie vernünftig sich die vielen Dinge anhören, die ich bisher gelesen habe – irgendetwas fehlt noch in der Gleichung. Und ich werde den Verdacht nicht los, dass dieses Irgendetwas ich selber bin.
Manchmal können selbst relativ mittelmäßige Filme zu interessanten Erkenntnissen führen
Ich habe kürzlich mal wieder Jurassic Park III gesehen, und bin dort auf ein interessantes Zitat gestoßen, welches ich Euch nicht vorenthalten wollte:
Dr. Grant: I have a theory that there are two kinds of boys. There are those that want to be astronomers, and those that want to be astronauts. The astronomer, or the paleontologist, gets to study these amazing things from a place of complete safety.
Erik: But then you never get to go into space.
Dr. Grant: Exactly. That’s the difference between imagining and seeing: to be able to touch them. And that’s… that’s all that Billy wanted.
Ich denke, dass sowohl Astronomen, als auch Astronauten ein sehr erfülltes Leben führen können. Ein Astronaut wird aber nicht glücklich werden, wenn er sich für ein Leben als Astronom entscheidet, und ein Astronom wird es sicher auch nicht lange im Raumschiff aushalten, ohne sich nach der Ruhe seiner normalen Umgebung zu sehnen.
Bei mir selber musste ich nicht lange überlegen: Ich bin definitiv ein Astronaut.
Was bist Du? Bist Du eher ein Astronom, oder eher ein Astronaut?